close

Kontakt

hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.OG
63065 Offenbach am Main
Phone +49 (69) 830 460 41

Anfahrtsbeschreibung hier

Sie erreichen uns in der Kernzeit montags bis donnerstags von 10.00 - 16.30 Uhr. 

Geschäftsführung
Anja Henningsmeyer (montags bis donnerstags) - a.henningsmeyer(at)hfmakademie.de

Mitarbeiter*innen
Csongor Dobrotka (mittwochs) – dobrotka(at)hfmakademie.de
Lara Nahrwold (montags, mittwochs, dienstags) – nahrwold(at)hfmakademie.de
Celina Schimmer (montags, mittwochs, donnerstags) – schimmer(at)hfmakademie.de

  • Alle
  • Öffentlich
  • Studentisch
  • Jahr Alle 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008
  • Termine

    Lecture & Film: THE YOUNG ONE

    Achtung, veränderte Öffnungszeiten! Alle Veranstaltungen ab Dezember beginnen bereits um 20 Uhr!
    In der „Lecture & Film“-Reihe Kino am Abgrund der Moderne führen namhafte Expert:innen aus Europa und den USA in die vielfältigen Facetten von Buñuels Werk ein. 
    Termin:
    Donnerstag, 8.12., 20 Uhr im Kino des DFF

    THE YOUNG ONE Das junge Mädchen
    Mexiko 1960. R: Luis BuñuelD: Zachary Scott,...

    Mehr erfahren

    Achtung, veränderte Öffnungszeiten! Alle Veranstaltungen ab Dezember beginnen bereits um 20 Uhr!

    In der „Lecture & Film“-Reihe Kino am Abgrund der Moderne führen namhafte Expert:innen aus Europa und den USA in die vielfältigen Facetten von Buñuels Werk ein. 

    Termin:
    Donnerstag, 8.12., 20 Uhr im Kino des DFF

    THE YOUNG ONE
    Das junge Mädchen
    Mexiko 1960. R: Luis BuñuelD: Zachary Scott, Bernie Hamilton, Key Meersman. 95 Min. 35mm. engl. OmU
    Lecture: Daniel Fairfax
    "Buñuel in Amerika: The Young One"

    Überblick Inhalt:
    Am 8. Dezember spricht Daniel Fairfax (Uni Frankfurt) in einem Vortrag "Buñuel in Amerika" über das imaginierte Amerika in der mexikanischen Produktion THE YOUNG ONE (1960) im Kontext von Buñuels Zeit im amerikanischen Exil. Mit seiner Geschichte eines schwarzen Musikers, der auf einer isolierten Insel im amerikanischen Süden in Konflikte um ein junges weißes Mädchen verwickelt wird, greift THE YOUNG ONEdie rassistischen und sexistischen Strukturen des Jim Crow-Zeitalters mit erstaunlicher Offenheit an.

    Weitere Informationen zum Vortrag:
    Während Europa vom Faschismus überrannt wurde, verbrachte Luis Buñuel die Jahre 1938-1945 im Exil in den USA. Trotz seiner Zusammenarbeit mit Iris Barry im Museum of Modern Art waren seine Versuche, einen Film in den USA zu drehen, aber ausnahmslos gescheitert. Erst 1960 bekam er die Gelegenheit, das Land mit THE YOUNG ONE (auch unter dem spanischen Titel LA JOVEN bekannt) kinematographisch zu behandeln. An dieser mexikanischen Produktion, einer von nur zwei englischsprachigen Filmen unter Buñuels Regie (neben seiner Adaption von Robinson Crusoe), waren viele Betroffene der schwarzen Liste Hollywoods beteiligt, darunter Szenarist Hugo Butler, Produzent George Pepper und zahlreiche Schauspieler. Der Drehort war nichtsdestotrotz südlich der Grenze, und das Land, das wir auf dem Zelluloid sehen, nichts als eine sorgfältige Rekonstruktion.

    Mit seiner Geschichte eines schwarzen Musikers, der auf einer isolierten Insel im amerikanischen Süden in Konflikte um ein junges weißes Mädchen verwickelt wird, greift THE YOUNG ONE die rassistischen und sexistischen Strukturen des Jim Crow-Zeitalters mit erstaunlicher Offenheit an. Für diesen Film war Buñuel deshalb „in“ Amerika, wie Kafka es war für seinen Amerika-Roman. Sein Blick war derjenige eines Außenseiters, der eine fremde, in vielerlei Hinsicht widerwärtige aber umso faszinierendere Gesellschaft entomologisch studiert.

    Daniel Fairfax ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe Universität-Frankfurt und Autor von The Red Years of Cahiers du Cinéma (1968-1973) (Amsterdam University Press, 2021, 2 Bände). Er schreibt regelmäßig für die australische Filmzeitschrift Senses of Cinema.

    Lecture & Film: LA VOIE LACTÉE

    Achtung, veränderte Öffnungszeiten! Alle Veranstaltungen ab Dezember beginnen bereits um 20 Uhr!

    In der „Lecture & Film“-Reihe Kino am Abgrund der Moderne führen namhafte Expert:innen aus Europa und den USA in die vielfältigen Facetten von Buñuels Werk ein. 

    Termin
    Donnerstag, 15.12., 20 Uhr im Kino des DFF

    LA VOIE LACTÉE Die Milchstraße 
    FR/BRD/IT 1969. R: Luis BuñuelD: Paul...

    Mehr erfahren

    Achtung, veränderte Öffnungszeiten! Alle Veranstaltungen ab Dezember beginnen bereits um 20 Uhr!

    In der „Lecture & Film“-Reihe Kino am Abgrund der Moderne führen namhafte Expert:innen aus Europa und den USA in die vielfältigen Facetten von Buñuels Werk ein. 

    Termin
    Donnerstag, 15.12., 20 Uhr im Kino des DFF


    LA VOIE LACTÉE Die Milchstraße 
    FR/BRD/IT 1969. R: Luis BuñuelD: Paul Frankeur, Michel Piccoli, Delphine Seyrig. 97 Min. 35mm. frz. OmeU
    Lecture: Nicole Kandioler
    "Thaumaturgische Pilger zwischen Gott und Maschine in La Voie lactée"

    Informationen zum Vortrag:
    Eine Trilogie über die Suche nach der Wahrheit, nannte Luis Buñuel im Rückblick seine drei Filme LA VOIE LACTÉE (1969), LE CHARME DISCRET DE LA BOURGEOISIE (1972) und LE FANTÔME DE LA LIBERTÉ (1974). Wurde LA VOIE LACTÉE, ein surrealistischer Film über zwei Bettler, die auf dem Jakobsweg von Paris nach Santiago de Compostela eine zeitgenössische Pilgerreise unternehmen, von Kritik und Publikum eher verhalten aufgenommen, bezeichnet ihn Jean-Claude Carrière als den wichtigsten Film von Luis Buñuel. In dem Vortrag sollen zwei Aspekte des Schaffens von Luis Buñuel durch die Verengung des Blicks auf LA VOIE LACTÉE diskutiert werden. Einerseits die Verstrickungen von Religion und (cinematischer) Technologie, die in dem Buñuelschen Diktum vom Kino als thaumaturgischer, d.h. als Wunder bewirkender Maschine ihren Ausdruck finden. Andererseits die die Bildräume Buñuels motivisch durchwandernde Opposition von Raum und Reise, Stillstand und Bewegung, bzw. Dokumentarismus und Surrealismus.

    Nicole Kandioler (Dr. phil.), geb. 1977, ist Film- und Medienwissenschafterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind (ost-)europäische Medienkultur, Gender Media Studies und dokumentarische Formen.