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Kontakt

hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.OG
63065 Offenbach am Main
Phone +49 (69) 830 460 41

Anfahrtsbeschreibung hier

Sie erreichen uns in der Kernzeit montags bis freitags von 10.00 - 16.30 Uhr. 

Geschäftsführung
Anja Henningsmeyer (montags bis donnerstags) - a.henningsmeyer@hfmakademie.de

Mitarbeiter*innen
Ilka Brosch (dienstags und mittwochs - brosch@hfmakademie.de
Csongor Dobrotka (donnerstags) - dobrotka@hfmakademie.de
Klaus Schüller (donnerstags und freitags) - schueller@hfmakademie.de
Mariana Schneider (ab 1.11.2018) (mittwochs und donnerstags) - info@hfmakademie.de

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  • Öffentlich
  • Studentisch
  • Jahr Alle 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008
  • Termine

    Vinzenz Hediger: Das Melodrama des kolonialen Wahns: Zu „La Folie Almayer“

    Ein Merkmal von Chantal Akermans Werk besteht darin, dass sie Formen zu finden vermag, die einen Zusammenhang zwischen der Intimität der Autobiographie und der Erfahrung von Geschichte herstellen. Das gilt so auch für ihren zweitletzten Film, „La Folie Almayer“. 
    Akerman, die Tochter polnischer Juden, die in der Hauptstadt der ehemaligen Kolonialmacht Belgien aufwuchs, nimmt „Almayer’s...

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    Ein Merkmal von Chantal Akermans Werk besteht darin, dass sie Formen zu finden vermag, die einen Zusammenhang zwischen der Intimität der Autobiographie und der Erfahrung von Geschichte herstellen. Das gilt so auch für ihren zweitletzten Film, „La Folie Almayer“. 

    Akerman, die Tochter polnischer Juden, die in der Hauptstadt der ehemaligen Kolonialmacht Belgien aufwuchs, nimmt „Almayer’s Folly“, den Debüt-Roman des polnischen Exilanten Joseph Conrad aus dem Jahr 1895, dem Geburtsjahr des Kinos, zum Ausgangspunkt für eine Meditation mit melodramatischen Zügen über die Abgründe des kolonialen Wahns und transponiert den historischen Stoff in eine irritierende Gegenwart.

    Vinzenz Hediger ist Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt, wo er das Graduiertenkolleg „Konfiguration des Films“ leitet.

    Filmvorführung: Chantal Akerman, Almayer’s Folly, Frankreich 2011, 130 Minuten.

    (Öffentlich)

    Workshop / Seminar, Event

    Frankfurt

    "Future Playshop" für Selbstständige in der Kreativbranche

    Wie kann eine Vorreiterposition erkannt und kreativ die Geschäftsbasis erweitert werden?“

    Datum: Freitag, 26.10.2018
    Zeit: 10:00 bis 16:00 Uhr
    Ort: CoWorkPlay, Otto-Meßmer-Straße 1, 60314 Frankfurt am Main (Ostend)

    Im Workshop wird Raum geboten für Wissen und innovative Methoden für diese Reflektion.
    Zukunftsfaktoren und Megatrends können kennengelernt werden. Teilnehmer können sich und ihre...

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    Wie kann eine Vorreiterposition erkannt und kreativ die Geschäftsbasis erweitert werden?“

    Datum: Freitag, 26.10.2018
    Zeit: 10:00 bis 16:00 Uhr
    Ort: CoWorkPlay, Otto-Meßmer-Straße 1, 60314 Frankfurt am Main (Ostend)

    Im Workshop wird Raum geboten für Wissen und innovative Methoden für diese Reflektion.
    Zukunftsfaktoren und Megatrends können kennengelernt werden. Teilnehmer können sich und ihre zielgruppe  auf verschiedenen „Landkarten“ verorten und ihre Positionierung optimieren.

    Beim Lego® Serious Play® werden die Sinne in Schwung gebracht und überraschende Ideen für die zukunftssichere Gestaltung des Geschäftsmodells gefunden.

    Tickets für den Workshop inkl. Verpflegung gibt es für 59,50 € inkl. MwSt. auf der Website.

    Für Studierende der hessischen Film- und Medienakademie wurden fünf Rabattcodes gesichert, mit denen es 50 % Ermäßigung auf die Workshopgebühr gibt. First come, first serve:

    Zum besonders günstigen Ticket in drei einfachen Schritten:

    1. Unter https://future-playhop.eventbrite.de auf den grünen Button "Tickets" klicken.
    2. Im erscheinenden Fenster rechts oben auf den blauen Link "Werbecode eingeben" klicken.
    3. Den Code "hFMA-Rabatt" eingeben.

    Leitung:

    Sybille Fuchs (Carpe Futurum · Agentur für Nachhaltige Innovationen)
    und Agnès Wiegand (MULTISENSING+ · Sensory Branding Consultancy & Coaching)

    Veranstalter ist das UFO – Unternehmerinnenforum RheinMain in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und CoWorkPlay.  Das UFO – Unternehmerinnenforum RheinMain wird gefördert durch das Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main."

    Downloads

    Pitch it!: Die Kunst, Projekte erfolgreich zu verkaufen – öffentlicher Vortrag von Sibylle Kurz

    Ein gelungener Pitch kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, man darf ihn deshalb auch nicht dem Zufall überlassen! »Pitching« bedeutet »Präsentieren auf dem Punkt«, der richtige »Pitch« eines Filmprojektes entscheidet in der Regel über seine Chancen auf eine Realisierung. Es geht also nicht darum, seine Geschichte in allen Einzelheiten zu erzählen, sondern sie überzeugend und präzise zu...

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    Ein gelungener Pitch kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, man darf ihn deshalb auch nicht dem Zufall überlassen! »Pitching« bedeutet »Präsentieren auf dem Punkt«, der richtige »Pitch« eines Filmprojektes entscheidet in der Regel über seine Chancen auf eine Realisierung. Es geht also nicht darum, seine Geschichte in allen Einzelheiten zu erzählen, sondern sie überzeugend und präzise zu verkaufen. Dies ist eine Kunst, die auch brillante Autor*innen und Produzent*innen nicht immer perfekt beherrschen.

    Sibylle Kurz spricht in ihrem Vortrag über Techniken und gibt praktische Tipps, die Film- und Medienschaffenden helfen sollen, sich und ihre Projekte prägnant und mitreißend zu präsentieren. Die Gesprächsvorbereitung mit der eingehenden Klarheit über die eigenen Stärken und Schwächen sowie die Einschätzung des Gegenübers sind dabei das A und O. Sibylle Kurz hilft zu klären, welche Zielsetzungen man mit seinem Pitch verbindet, wie man kommuniziert und mit seinen Gesprächspartner*innen, Produzent*innen, Redakteur*innen, mit Filmförderung oder Verleih ein Verhältnis aus Kreativität, Professionalität und Vertrauen herstellt.

    Im Anschluss an den Vortrag startet für Angemeldete Teilnehmer*innen der hFMA-Pitch-Workshop!

    Sibylle Kurz arbeitet als freie Pitching- und Kommunikationstrainerin und als Coach für Medienunternehmen, Produzent*innen und Autorinnen. Sie lehrt an zahlreichen in- und ausländischen Filmschulen und -akademien.

    Der Vortrag ist öffentlich. Der Eintritt ist frei!

    Ort:

    Kunsthochschule Kassel
    Raum 0232 (Atrium)
    Menzelstraße 13-15
    34121 Kassel


    Pitch-Workshop mit Sibylle Kurz an der Kunsthochschule Kassel 2018

    Auch 2018 bietet Euch die hFMA wieder Pitch-Workshops der beliebten Trainerin Sibylle Kurz an. Der letzte Pitch-Workshop in diesem Jahr ist zweitägig und findet an der Kunsthochschule Kassel statt. Alle, die im Film- und Medienbereich studieren oder ein Theaterstück etc. planen, sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen!

    Termine:
    Donnerstag, 01.11.2018
    10.30 – 12.00 Uhr Vortrag: Raum...

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    Auch 2018 bietet Euch die hFMA wieder Pitch-Workshops der beliebten Trainerin Sibylle Kurz an. Der letzte Pitch-Workshop in diesem Jahr ist zweitägig und findet an der Kunsthochschule Kassel statt. Alle, die im Film- und Medienbereich studieren oder ein Theaterstück etc. planen, sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen!

    Termine:
    Donnerstag, 01.11.2018
    10.30 – 12.00 Uhr Vortrag: Raum 0232 (Atrium)
    12.00 – 18.30 Uhr Workshop: Raum 0230 (Atrium)
    Freitag, 02.11.2018
    10.00 – 18.00 Uhr Workshop: Raum 0230 (Atrium)

    Ort:
    Kunsthochschule Kassel
    Menzelstraße 13-15
    34121 Kassel

    ACHTUNG: Am Donnerstag, 01.11. beginnt die Veranstaltung ausnahmsweise eine halbe Stunde später um 10.30 Uhr mit dem einleitenden Vortrag über den perfekten Pitch, Raum 0232. Der Vortrag ist öffentlich und kann auch ohne vorherige Anmeldung besucht werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

    Im Anschluss an den öffentlichen Vortrag beginnt die Praxis: im Workshop wird dann an den mitgebrachten Projekten der Teilnehmer*innen geübt. – Daher ist es zur Teilnahme wichtig, eine eigene Idee, Konzeption oder ein Projekt mitzubringen, um daran praxisnah und konkret die nächsten Projektentwicklungsschritte inhaltlich sowie strategisch zu erarbeiten.


    Workshopinhalt

    Wie erkläre ich anderen, warum mein Projekt so wichtig und großartig ist? Das ist gar nicht so einfach! Vor allem dann nicht, wenn ich nach einer Finanzierung suche und mein Gegenüber dementsprechend kritisch eingestellt ist...

    Mit Sibylle Kurz könnt ihr genau das üben und wertvolles Feedback der Trainerin und der anderen Teilnehmer*innen sowie inspirierende Tipps und Tricks mit nach Hause nehmen.

    Im Kunst-, Kultur-, und Medienbereich zu studieren und zu arbeiten bedeutet in die Zukunft zu denken – und den nächsten Schritt dann auch zu gehen: Ideen wollen umgesetzt, neue Denkansätze und Konzepte wollen produziert und von einem Publikum entdeckt werden. Egal ob studentischer Kurzfilm, klassischer Dokumentarfilm, Games, Animationen, kommerzielles Kino, cross- und transmediale Konzepte oder experimentelle Videokunst - Kreativität braucht Öffentlichkeit!

    Als Kreativschaffende*r ist man deshalb nicht nur ständig damit beschäftigt, sein Projekt weiterzuentwickeln, sondern auch die Idee dahinter für andere nachvollziehbar zu machen, um für sie zu begeistern. Dazu ist es wichtig, seine Gedanken laut zu formulieren und anderen zu erzählen, um sich selbst klarer zu werden. Ob man das nun Brainstorming, Präsentation oder Pitching nennt… Hauptsache es geht weiter mit den Projekten. In diesem Sinne hat der Pitching-Workshop zwei Schwerpunkte:

    •  die Herausarbeitung des lebendigen Motivs des Projekts und dessen Stärken und Schwächen, ebenso wie
    •  die effektive Kommunikation und Präsentation des kreativen und thematischen Schwerpunkts mithilfe von technischen Basiselementen. Denn der richtige »Pitch« eines Projektes entscheidet in der Regel über seine Chancen auf eine Realisierung.

    Trainerin Sibylle Kurz behandelt:

    •   die Projektentwicklung und Recherche vor Präsentationen
    •   unterschiedliche Präsentations-Situationen und Kontexte,
    •   notwendige Kommunikationstechniken - verbal und non-verbal - und deren Wirkung,
    •   die Essenz von Stoffen, Themen, und deren emotionalen Effekte beim Publikum.

    Bewerben können sich alle Film- und Medienstudierende aus dem Netzwerk der hessischen Film- und Medienakademie. Vorrang haben Studierende des Hauptstudiums, Abschlussprojekte sowie Teilnehmer*innen, die bislang noch keinen Pitch-Workshop der hFMA besucht haben. Der Workshop findet an der Kunsthochschule Kassel statt.


    ANMELDESCHLUSS ist Montag, der 22. Oktober 2018


    1.) ANMELDUNGEN
    bis zum 22. Oktober 2018 ausschließlich über das Online-Formular: https://form.jotformeu.com/81333104784352

    2.) EINZUREICHENDE PROJEKTUNTERLAGEN
    bis zum 22. Oktober 2018 an brosch@hfmakademie.de:

    • Kurzzusammenfassung des geplanten Projekts, Umfang: max. 2 DIN A4 Seiten (sofern vorhanden kann zuzüglich auch das Expose – max. 10 DIN A4 Seiten – eingereicht werden)
    • Motivationsschreiben (1/2 DIN A4 Seite)
    • Kurz-Lebenslauf

    Kontakt für RÜCKFRAGEN:
    Ilka Brosch brosch@hfmakademie.de
    Tel: 069 66 77 96 909 (jeweils Di & Mi)


    Eric de Kuyper: Einen Roman umschreiben, einen Film schreiben

    Die Erfahrung des Schreibens war für Chantal Akerman ein essentieller Bestandteil des Filmemachens. Sie liess sich inspirieren von Romanen von Isaac Bashevis Singer, Colette, Patricia Highsmith, Joseph Conrad und Marcel Proust. Ihr Zugang zum geschriebenen Wort war immer zugleich eine Herausforderung für ihre Arbeit als Filmemacherin. Die Proust-Verfilmung La Captive (Die Gefangene) von 2000...

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    Die Erfahrung des Schreibens war für Chantal Akerman ein essentieller Bestandteil des Filmemachens. Sie liess sich inspirieren von Romanen von Isaac Bashevis Singer, Colette, Patricia Highsmith, Joseph Conrad und Marcel Proust. Ihr Zugang zum geschriebenen Wort war immer zugleich eine Herausforderung für ihre Arbeit als Filmemacherin. Die Proust-Verfilmung La Captive (Die Gefangene) von 2000 ist dafür ein Beispiel.

    Eric de Kuyper ist der Ko-Autor mehrerer Filme von Chantal Akerman, darunter La Captive. Er ist Schriftsteller, Filmemacher und war überdies Professor für Filmwissenschaft an der Universität Nijmegen und stellvertretender Direktor des Nederlands Filmmuseum. Jüngst realisierte er einen sechsstündigen Film rund um eine Choreographie von Anne Teresa de Keersmaeker.

    Filmvorführung: La Captive, F/B 2000, 118 min.

    Vortrag in englischer Sprache

    Musik für Stummfilme 2018: Konzert

    Wir freuen uns auf das 10jährige Jubiläum des hFMA-Projektes "Musik für Stummfilme"!

    Auch 2018 werden wieder Kurzfilme aus fünf Hochschulen des hFMA-Netzwerkes neu vertont – von Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) und von Studierenden der Universität Kassel.
    Die Filme werden mit der neu produzierten Filmmusik am 11. und 12. November 2018 um...

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    Wir freuen uns auf das 10jährige Jubiläum des hFMA-Projektes "Musik für Stummfilme"!

    Auch 2018 werden wieder Kurzfilme aus fünf Hochschulen des hFMA-Netzwerkes neu vertont – von Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) und von Studierenden der Universität Kassel.

    Die Filme werden mit der neu produzierten Filmmusik am 11. und 12. November 2018 um 19.30 Uhr live im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt in zwei öffentlichen Konzerten mit der Kammerphilharmonie Frankfurt aufgeführt. 

    Studierende der Hochschule Darmstadt nehmen die Musik auf und stellen sie dann Filmer_innen und Komponist_innen/Improvisateur_innen zur Verfügung. 

    Einen interessanten Einblick in das Projekt 'Musik für Stummfilme' vermittelt die Kurz-Doku von 2013: 


    Verena Mund: Vor Geschäftsschluss: Zu Chantal Akermans Musical Golden Eighties

    Der Film beginnt mit Frauenbeinen die durchs Bild zur Arbeit eilen. Und er endet mit dem Schließen der Ladentür. Dazwischen liegt Arbeit, die nicht, wie so oft, Anlass, sondern Vehikel für Geschichten vom Liebesleid und -glück ist. Geschichten, die getuschelt, irgendwie getanzt und fraglos gesungen werden. Bis Geschäftsschluss und die Braut unglücklich ist.
    Verena Mund ist wissenschaftliche...

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    Der Film beginnt mit Frauenbeinen die durchs Bild zur Arbeit eilen. Und er endet mit dem Schließen der Ladentür. Dazwischen liegt Arbeit, die nicht, wie so oft, Anlass, sondern Vehikel für Geschichten vom Liebesleid und -glück ist. Geschichten, die getuschelt, irgendwie getanzt und fraglos gesungen werden. Bis Geschäftsschluss und die Braut unglücklich ist.

    Verena Mund ist wissenschaftliche Koordinatorin im Graduiertenkolleg “Konfigurationen des Films” an der Goethe-Universität Frankfurt. 2018 promovierte sie mit der Dissertation “Frauen vor Ort. Brücke, Switchboard, Theke”.

    Filmvorführung: Golden Eighties, F/B/CH 1986, 96 min.

    Ivone Margulies: Les Rendez-vous d’Anna: Serielles Sprechen und die Entzauberung der 1970er Jahre

    Les Rendez-vous d’Anna verwendet einen anti-naturalistischen Modus der Ansprache ans Publikum: Eine Figur richtet sich immer wieder ausführlich an einen schweigenden Zuhörer. Dieser ausführliche Dialog dient dazu, das Publikum in einen Austausch über Ideen zu verwickeln. Zugleich verwandelt er das zwischenmenschliche Drama in einen Stoff der Reflexion. Dieser Vortrag stellt die Frage, wie...

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    Les Rendez-vous d’Anna verwendet einen anti-naturalistischen Modus der Ansprache ans Publikum: Eine Figur richtet sich immer wieder ausführlich an einen schweigenden Zuhörer. Dieser ausführliche Dialog dient dazu, das Publikum in einen Austausch über Ideen zu verwickeln. Zugleich verwandelt er das zwischenmenschliche Drama in einen Stoff der Reflexion. Dieser Vortrag stellt die Frage, wie Filme, in denen ausführlich dialogiert wird, wie Jean-Pierre Melvilles Le silence de la mer (F 1949) oder Robert Bressons Le Diable Probablement (F 1976), zeitgenössische Realitäten thematisieren. Zugleich untersucht der Vortrag die thematischen und formalen Bezüge zwischen Les Rendez-vous d’Anna und Chantal Akermans Auseinandersetzung mit Osteuropa in ihrem späteren, gänzlich dialogfreien Dokumentarfilm D’Est.

    Ivone Margulies ist Professorin für Filmwissenschaft am Hunter College der City University of New York. Zu ihren Publikationen zählen Nothing Happens: Chantal Akerman’s Hyperrealist Everyday (Duke University Press 1996), Rites of Realism: Essays on Corporeal Cinema (Duke University Press 2003) sowie zuletzt In Person: Reenactment in Postwar and Contemporary Cinema (Oxford University Press 2018). Ihr nächstes Buchprojekt “Wordy Worth Films: From Silence of the Sea to The Talking Picture” befasst sich mit dem seriellen Dialog als Form des dramatischen Essays.

    Filmvorführung: Les Rendez-vous d’Anna, F/B/BRD 1978, 127 min.