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Kontakt

hessische Film- und Medienakademie (hFMA)
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, 2.OG
63065 Offenbach am Main
Phone +49 (69) 830 460 41

Anfahrtsbeschreibung hier

Sie erreichen uns in der Kernzeit montags bis donnerstags von 10.00 - 16.30 Uhr. 

Geschäftsführung
Anja Henningsmeyer (montags bis donnerstags) - a.henningsmeyer(at)hfmakademie.de

Mitarbeiter*innen
Csongor Dobrotka (mittwochs) – dobrotka(at)hfmakademie.de
Lara Nahrwold (montags, mittwochs, dienstags) – nahrwold(at)hfmakademie.de
Celina Schimmer (montags, mittwochs, donnerstags) – schimmer(at)hfmakademie.de

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    Chytilová's Inheritance: A prescientanalysis of boorishness

    Mit ihren surrealistisch inspirierten, anarchischen Filmkunstwerken gab Věra Chytilová dem Kino in den 1960er Jahren ein neues Gesicht. Über fünf Jahrzehnte schuf sie ein Werk, dessen subversive Kraft ungebrochen ist und dessen Formenreichtum in seinen Kontinuitäten und Brüchen es neu zu entdecken gilt.
    Die „Lecture & Film“-Reihe "Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra...

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    Mit ihren surrealistisch inspirierten, anarchischen Filmkunstwerken gab Věra Chytilová dem Kino in den 1960er Jahren ein neues Gesicht. Über fünf Jahrzehnte schuf sie ein Werk, dessen subversive Kraft ungebrochen ist und dessen Formenreichtum in seinen Kontinuitäten und Brüchen es neu zu entdecken gilt.

    Die „Lecture & Film“-Reihe "Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová" präsentiert die wichtigsten Arbeiten von Věra Chytilová mit Einführungen von Spezialist:innen.

    Der renommierte Wissenschaftler und unabhängige Journalist Jan Čulík (University of Glasgow) beschäftigt sich in seinem Video-Vortrag „Chytilová's Inheritance: A prescient analysis of boorishness“ mit Věra Chytilovás DĚDICTVÍ ANEB KURVAHOŠIGUTNTAG (The Inheritance or Fuckoffguysgoodday, 1992). 

    Auch nach dem sogenannten „Fall des Kommunismus“ Ende der 1980er Jahre bewahrte sich Věra Chytilová (1929-2014) ihre Haltung, für Solidarität und Gemeinsinn einzustehen. THE INHERITANCE OR FUCKOFFGUYSGOODDAY nimmt die Exzesse der post-kommunistischen Ära mit bitterer Ironie und brutalem Realismus in den Blick. Eine bedeutende tschechische Filmkritikerin verurteilte den Film zur Zeit seines Erscheinens als „Produkt einer verbitterten Frau“. Sollte sie damit Recht behalten? 

    Vortrag in englischer Sprache 

    Jan Čulík lehrt Czech studies an der University of Glasgow in Schottland. Er ist der Autor der ersten Monographie über unabhängige tschechische Literatur aus dem Exil 1970-1989 (1991), hat mehrere Bücher über den postkommunistischen tschechischen Spielfilm (2007; 2014) und weitere Monographien über tschechische Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts für das amerikanische Dictionary of Literary Biography verfasst. Außerdem ist er Chefredakteur der tschechischen Internettageszeitung Britské listy, die seit 1996 existiert.  


    VORSTELLUNG: Do. 20.01.2022, ab 20:15 Uhr

    FILM: DĚDICTVI ANEB KURVAHOŠIGUTNTAG – The Inheritance or Fuckoffguysgoodday, CZ 1992, VeraChytilová. 118 Min. DCP. OmeU. D: Bolek Polívka, Miroslav Donutil, Anna Pantuckova. 

    ORT: Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 4160596 Frankfurt am Main

    (Studentisch)

    Workshop / Seminar

    Hochschule für Gestaltung

    Pitch-Workshop mit Sibylle Kurz am 24.01.22

    Ob vor Ort oder virtuell, 2022 bietet Euch die hFMA wieder Pitch-Online-Workshops der beliebten Trainerin Sibylle Kurz an: diesmal einen Pitch-Workshop an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Alle, die im Film- und Medienbereich studieren oder ein Theaterstück etc. planen, sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen!

    Termin:
    Montag, 24.01.2022
    10:00 – 17:00...

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    Ob vor Ort oder virtuell, 2022 bietet Euch die hFMA wieder Pitch-Online-Workshops der beliebten Trainerin Sibylle Kurz an: diesmal einen Pitch-Workshop an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Alle, die im Film- und Medienbereich studieren oder ein Theaterstück etc. planen, sollten sich diese Chance nicht entgehen lassen!

    Termin:
    Montag, 24.01.2022
    10:00 – 17:00 Uhr

    Ort: 
    Die Veranstaltung wird als Präsenzveranstaltung an der Hochschule für Gestaltung Offenbach geplant.
    Schlossstraße 31
    63065 Offenbach am Main

    Zur Teilnahme ist es wichtig, eine eigene Idee, Konzept oder ein (Theorie-)Projekt mitzubringen, um daran praxisnah und konkret die nächsten Entwicklungsschritte zu erarbeiten. Ziel ist, die Herausarbeitung des lebendigen Motivs Eures Vorhabens, dessen Stärken und Schwächen und wie ihr es effektiv präsentiert. Mit Sibylle Kurz könnt ihr genau das üben und wertvolles Feedback der Trainerin und der anderen Teilnehmer*innen sowie inspirierende Tipps und Tricks mit nach Hause nehmen.

    Bewerben können sich alle Film- und Medienstudierende aus dem Netzwerk der hessischen Film- und Medienakademie. Vorrang haben Studierende des Hauptstudiums, Abschlussprojekte sowie Teilnehmer*innen, die bislang noch keinen Pitch-Workshop der hFMA besucht haben.


    Workshop-Inhalte:

    • Input zu Eurer Projektentwicklung
    • die Essenz von Stoffen, Themen, und deren emotionalen Effekten beim Publikum
    • unterschiedliche Präsentations-Situationen
    • verbale und non-verbale Kommunikationstechniken und deren Wirkung

    Im Kunst-, Kultur-, und Medienbereich zu studieren und zu arbeiten bedeutet in die Zukunft zu denken – und den nächsten Schritt dann auch zu gehen: Ideen wollen umgesetzt, neue Denkansätze und Konzepte wollen produziert und von einem Publikum entdeckt werden. Egal ob studentischer Kurzfilm, klassischer Dokumentarfilm, Games, Animationen, kommerzielles Kino, cross- und transmediale Konzepte oder experimentelle Videokunst - Kreativität braucht Öffentlichkeit!

    Als Kreativschaffende*r ist man deshalb nicht nur ständig damit beschäftigt, sein Projekt weiterzuentwickeln, sondern auch die Idee dahinter für andere nachvollziehbar zu machen, um für sie zu begeistern. Dazu ist es wichtig, seine Gedanken laut zu formulieren und anderen zu erzählen, um sich selbst klarer zu werden. Ob man das nun Brainstorming, Präsentation oder Pitching nennt… Hauptsache es geht weiter mit den Projekten. 


    ANMELDESCHLUSS
    Montag, der 10. Januar 2022

    1.) ANMELDUNGEN 
    bis Montag, der 10. Januar 2022 ausschließlich über das Online-Formular:
    https://form.jotform.com/212484067876365

    2.) EINZUREICHENDE PROJEKTUNTERLAGEN
    bis Montag, der 10. Januar 2022 an nahrwold@hfmakademie.de

    • Kurzzusammenfassung des geplanten Projekts, Umfang: max. 2 DIN A4 Seiten (sofern vorhanden kann zuzüglich auch das Expose – max. 10 DIN A4 Seiten – eingereicht werden)
    • Motivationsschreiben (1/2 DIN A4 Seite)
    • Kurz-Lebenslauf

    Kontakt für RÜCKFRAGEN:
    Lara Nahrwold nahrwold@hfmakademie.de
    Tel: 069 830 468 35 (jeweils Mo & Di)

    Film & Media Meetup #4


    Nach dem Studium rein in die Film und Medienbranche. Doch wie Kontakte finden? Wie die individuell richtigen Leute kennenlernen? Was läuft?
    Antwort: erstmal Netzwerken.
    Unser Angebot für Studierende, Alumni und alle Interessierten!
    Die ersten drei Runden des Film & Media Meetups im Juni, August und Oktober waren vielversprechend. Deshalb geht's auch beim 4. Event darum, unkompliziert Leute...

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    Nach dem Studium rein in die Film und Medienbranche. Doch wie Kontakte finden? Wie die individuell richtigen Leute kennenlernen? Was läuft?

    Antwort: erstmal Netzwerken.

    Unser Angebot für Studierende, Alumni und alle Interessierten!

    Die ersten drei Runden des Film & Media Meetups im Juni, August und Oktober waren vielversprechend. Deshalb geht's auch beim 4. Event darum, unkompliziert Leute kennenzulernen, sich über Projekte auszutauschen, erste (oder zweite oder mehrere …) Kontakte zu knüpfen.

    Online über wonder.me. Einfach zugänglich. Kostenfrei.

    Hier triffst du uns alle:

    Wir mit dir in einem virtuellen Raum. Alle 2 Monate am letzten Donnerstag. 1 Stunde von 18 bis 19 Uhr.

    Donnerstag, 27. Januar 2022, 18 Uhr. Zugangslink gibt's nach Anmeldung bei networking@hfmakademie.de

    Networking works.

    VZKETY A PÁDY – Flights and Falls

    Mit ihren surrealistisch inspirierten, anarchischen Filmkunstwerken gab Věra Chytilová dem Kino in den 1960er Jahren ein neues Gesicht. Über fünf Jahrzehnte schuf sie ein Werk, dessen subversive Kraft ungebrochen ist und dessen Formenreichtum in seinen Kontinuitäten und Brüchen es neu zu entdecken gilt. 

    Die „Lecture & Film“-Reihe "Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von...

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    Mit ihren surrealistisch inspirierten, anarchischen Filmkunstwerken gab Věra Chytilová dem Kino in den 1960er Jahren ein neues Gesicht. Über fünf Jahrzehnte schuf sie ein Werk, dessen subversive Kraft ungebrochen ist und dessen Formenreichtum in seinen Kontinuitäten und Brüchen es neu zu entdecken gilt. 

    Die „Lecture & Film“-Reihe "Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová" präsentiert die wichtigsten Arbeiten von Věra Chytilová mit Einführungen von Spezialist:innen. 

    Am 27. Januar spricht Filmwissenschaftler Peter Hames (Staffordshire University) in seinem Videovortrag über Chytilovás unorthodoxen Zugang zum Feld des Dokumentarfilms am Beispiel von VZKETY A PÁDY (2000).

    Věra Chytilovás Zugang zum Feld des Dokumentarfilms war schon immer unorthodox. Die selten gezeigte, zweiteilige TV-Arbeit VZLETY A PÁDY (Flights and Falls, 2000) nimmt das Leben dreier tschechischer Fotografen – Václav Chochola, Karel Ludwig und Zdeněk Tmej – zum Ausgangspunkt einer Erkundung kultureller und gegenkultureller Bewegungen in der Tschechoslowakei seit den 1930ern. Chytilová war in den frühen 1950er Jahren mit Ludwig verheiratet und nutzt in ihrem Werk kreative Montagefolgen, Musik und Bilder, um eine verlorene und häufig im Untergrund stattfindende Kultur freizulegen. FLIGHTS AND FALLS ist dabei ein einzigartiger Film, der international, wenn überhaupt, nur wenig Beachtung gefunden hat. 

    Peter Hames ist Gastprofessor für Film an der Staffordshire University, UK. Er hat kürzlich zwei Ausgaben von Studies in Eastern European Cinema über Chytilová herausgegeben (2018-19).  
    Vortrag in englischer Sprache .

    Die selten gezeigte, zweiteilige TV-Arbeit VZKETY A PÁDY nimmt das Leben dreier tschechischer Fotografen zum Ausgangspunkt einer Erkundung kultureller und gegenkultureller Bewegungen in der Tschechoslowakei seit den 1930ern.


    VORSTELLUNG: Do. 27.01.2022, ab 20:15 Uhr

    VZKETY A PÁDY – Flights and Falls, CZ 2000, Vera Chytilová. 108 Min. DCP. OmeU, 20:15 Uhr, Lecture: Peter Hames (Video)

    ORT: Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 4160596 Frankfurt am Main


    Mit freundlicher Unterstützung von: Czech Centre London, British Film Institute 

    Förderung Festivalteilnahme: Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand

    Netzwerken und Festivalluft – Bereits zum zweiten Mal bietet die hFMA zwei Studierenden aus dem hFMA Netzwerk die Möglichkeit auf eine monetär geförderte Festivalteilnahme. Unterstützt werden jährlich ein Besuch auf dem Kurzfilmfestival Clermont-Ferrand im Januar, und ein Besuch beim Animationsfestival in Annecy im Juni 2022.
    Sofern Corona es erlaubt …

    Die Teilnehmenden erhalt damit die...

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    Netzwerken und Festivalluft – Bereits zum zweiten Mal bietet die hFMA zwei Studierenden aus dem hFMA Netzwerk die Möglichkeit auf eine monetär geförderte Festivalteilnahme. Unterstützt werden jährlich ein Besuch auf dem Kurzfilmfestival Clermont-Ferrand im Januar, und ein Besuch beim Animationsfestival in Annecy im Juni 2022.
    Sofern Corona es erlaubt …

    Die Teilnehmenden erhalt damit die Gelegenheit Fachpublikum und Vertreter*innen von Institutionen und Hochschulen persönlich kennenzulernen.

    Dabei unterstützen wir die jeweiligen Teilnehmer*innen nicht nur mit einem Anteil der Reise- und Akkreditierungskosten sondern vernetzen sie auch mit der vor Ort anwesenden und aktiven AG Kurzfilm, dem Bundesverband deutscher Kurzfilm als erste Ansprechpartnerin vor Ort. Im Gegenzug berichten die Teilnehmer*innen über ihre Social Media-Kanäle vom Festival.

    Wir gratulieren in diesem Jahr Zeno Gries aus der Graduiertenschule für Bewegtbild, Kunsthochschule Kassel, der zum Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand fährt. 

    Wir haben Zeno nach seinen Erwartungen gefragt:

    "Es ist das erste Mal, dass ich die Möglichkeit haben werde so ein großes Kurzfilmfestival außerhalb von Deutschland zu besuchen und meine Vorfreude ist dementsprechend groß.
    Mit Sicherheit werde ich so viel Zeit wie möglich im Kino verbringen! Über alles andere mache ich mir noch keine Gedanken, das lasse ich auf mich zukommen."

    Weitere Informationen zum Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand gibt es auf der Website.

    https://goo.gl/maps/CYhCGHv5q3EzfBA66

    Kracauer Lectures: Nicholas Baer, The Poverty of New Film History

    Mit ihrem Titel würdigt die Reihe „Kracauer Lectures in Film and Media Theory“ den gebürtigen Frankfurter Philosophen, Soziologen, Schriftsteller und Film- und Medientheoretiker Siegfried Kracauer (1889-1966), einen der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts im Feld der Film- und Medientheorie. Zugleich verwies der Reihentitel auf die Rolle Frankfurts und seiner Universität als...

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    Mit ihrem Titel würdigt die Reihe „Kracauer Lectures in Film and Media Theory“ den gebürtigen Frankfurter Philosophen, Soziologen, Schriftsteller und Film- und Medientheoretiker Siegfried Kracauer (1889-1966), einen der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts im Feld der Film- und Medientheorie. Zugleich verwies der Reihentitel auf die Rolle Frankfurts und seiner Universität als Gründungsorte der kritischen Reflexion des Films und der technischen Medien im 20. Jahrhundert.

    Die Reihe setzt sich zum Ziel, avancierte aktuelle Positionen der Film- und Medientheorie und der Medienphilosophie sowie der Medienreflexion in der Kunst- und Kulturwissenschaft und der philosophischen Ästhetik zur Darstellung zu bringen und damit einen Beitrag zur Erweiterung und Entwicklung des Feldes der Film- und Medienwissenschaft zu leisten, der am schnellsten wachsenden geisteswissenschaftlichen Disziplin in Deutschland.

    Am 1. Februar beschäftigt sich Nicholas Baer (Universität Groningen) in seinem englischen Vortrag auf ironische Art und Weise mit der Vorgeschichte des zeitgenössischen Posthistorismus und untersucht die Beziehung zwischen dem Kino und der "Krise des Historismus".

    Recently, the question of how and even whether to situate works of art within history has given rise to intense methodological disputes across the humanities. Scholars have challenged the privileging of cultural context above other concerns, from aesthetics and form to transtemporal resonance and present-day relevance. In Rita Felski’s gloss, “Though we cannot as yet speak of a posthistoricist school, a multitude of minor mutinies and small-scale revolts are under way.” Offering an ironic prehistory of contemporary posthistoricism, this lecture will explore the relation between cinema and the “crisis of historicism” widely diagnosed by German philosophers in the interwar period. I will argue that films of the Weimar Republic lent vivid expression to the crisis of historical thinking, revealing the capacity of the medium to engage with fundamental questions of the philosophy of history. Drawing sustained attention to the philosophical critiques of historicism that accompanied the first decades of moving-image culture, I will propose a more reflexive mode of historiography—one that considers how film itself reflects on questions of historicism—as well as an approach to studying cinema in conjunction with enduring historical-philosophical concerns. My guide will be Siegfried Kracauer, who integrated the critique of historicism into a theory of film and media in his writings of the Weimar period and beyond.

    Dienstag 01.02.2022, 18 Uhr
    Nicholas Baer (Universität Groningen), The Poverty of New Film History
    Vortrag in englischer Sprache

    Nicholas Baer is Assistant Professor of Film Studies in the Department of Arts, Culture, and Media at the University of Groningen in the Netherlands. He is currently completing a monograph, Historical Turns: Weimar Cinema and the Crisis of Historicism. Baer has co-edited two volumes of film and media theory: the award-winning The Promise of Cinema: German Film Theory, 1907–1933 (University of California Press, 2016) and Unwatchable (Rutgers University Press, 2019).


    Wichtige Informationen zur Teilnahme: Die Lectures finden in einem Hybrid-Format statt mit Vortrag vor Ort und Zoom-Broadcast. Die Zoom-Einladung bekommen Interessenten durch diese Mail-Adresse: fairfax@tfm.uni-frankfurt.de

    Informationen gibt es auch auf der WebsiteAußerdem wird es dort nach der Veranstaltung auch einen Mitschnitt geben.

    Virtuelle Führung über den Europäischen Filmmarkt der Berlinale

    Die alljährlich exklusiv für Hessen Talents organisierte Führung über den Europäischen Filmmarkt der Berlinale (EFM) mit Producerin Jessica Landt findet auch 2022 online statt.

    Am Mittwoch, 3. März 2020 dreht sich 1 Stunde lang alles um die Filmindustrie. 


    Jessica führt Euch via ZOOM in einem Rundgang über den EFM und beantwortet dabei Eure Fragen und Fragen...

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    Die alljährlich exklusiv für Hessen Talents organisierte Führung über den Europäischen Filmmarkt der Berlinale (EFM) mit Producerin Jessica Landt findet auch 2022 online statt.

    Am Mittwoch, 3. März 2020 dreht sich 1 Stunde lang alles um die Filmindustrie. 

    Jessica führt Euch via ZOOM in einem Rundgang über den EFM und beantwortet dabei Eure Fragen und Fragen wie:

    • Wozu ist ein Filmmarkt da? Welche Stände gibt es?
    • Was bedeutet ein Filmmarkt für mein/e Projekt/e? 
    • Wie kann ich mich auf einen Marktbesuch vorbereiten?
    • und vieles mehr!

    Dieser Rundgang ist nützlich für alle, die mit dem Filmemachen irgendwann mal Geld verdienen möchten!

    Interessentinnen außerhalb des Hessen Talents-Progamm können sich für eine Teilnahme anmelden unter a.henningsmeyer@hfmakademie.de 

    Godard versus CHYTILOVÁ VERSUS FORMAN. Linke Missverständnisse und Filmpolitik

    Der 1969 produzierte Film PRAVDA der Dziga Vertov Gruppe (u.a. Jean-Luc Godard und Jean-Henri Roger) entlarvte den latenten Kapitalismus der Imagery des Sozialismus in Bildern des tschechoslowakischen Fernsehens und Arbeiterlebens. Auch Věra Chytilová, die Godard in PRAVDA interviewte, wurde zur Zielscheibe der Kritik, insofern ihr von den Filmemachern eine anti-marxistische (statt einer...

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    Der 1969 produzierte Film PRAVDA der Dziga Vertov Gruppe (u.a. Jean-Luc Godard und Jean-Henri Roger) entlarvte den latenten Kapitalismus der Imagery des Sozialismus in Bildern des tschechoslowakischen Fernsehens und Arbeiterlebens. Auch Věra Chytilová, die Godard in PRAVDA interviewte, wurde zur Zielscheibe der Kritik, insofern ihr von den Filmemachern eine anti-marxistische (statt einer anti-kommunistischen) Haltung unterstellt wurde. "Chytilová = Zanuck and Paramount" - so die Formel, mit der Godard seine Kritik in PRAVDA zuspitzt. 

    In ihrem 1981 für das belgische Fernsehen produzierten Dokumentarfilm CHYTILOVÁ VERSUS FORMAN vergleicht Chytilová den Verlauf ihrer Karriere mit jener Miloš Formans, der infolge seiner Emigration in die USA nach der Niederschlagung des Prager Frühlings als Hollywood-Regisseur Weltruhm erlangte und zum Zeitpunkt des Filmdrehs gerade mit der Fertigstellung seines für 8 Oscars nominierten Films RAGTIME beschäftigt war. In ihrem Film, der gleichzeitig Selbstreflexion und kritische Auseinandersetzung mit ihrem Kollegen ist, stehen grundlegende Fragen des Filmischen wie des Politischen auf dem Prüfstand.

    Chytilovás hatte ihren Kollegen Forman in New York und London während der Dreharbeiten zu RAGTIME (1981) besucht. Das Gespräch zwischen ihr und dem Regisseur offenbart die Auswirkungen ihrer unterschiedlichen Regie-Biografien: Forman ging nach der Niederschlagung des Prager Frühlings ins Exil, Chytilová blieb hingegen in der Tschechoslowakei.

    Nicole Kandioler ist Assistenzprofessorin für Politik der Medien im Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien.

    Die „Lecture & Film“-Reihe "Zwischen Surrealismus und Subversion: Die Filme von Věra Chytilová" präsentiert die wichtigsten Arbeiten von Věra Chytilová mit Einführungen von Spezialist:innen.


    VORSTELLUNG: Do. 20.01.2022, ab 20:15 Uhr
    ORT: Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 4160596 Frankfurt am Main

    Film: CHYTILOVÁ VERSU FORMAN CONSCIOUSNESS OF CONTINUITY
    BE/CSSR 1981. R:Věra Chytilová
    Dokumentarfilm. 84 Min. Digital. engl./frz. OF

    Kracauer Lectures: Brigitta Kuster, Zwischen Sorge, Reparatur und Heilen: Kinogefüge

    Die Reihe „Kracauer Lectures in Film and Media Theory“ setzt sich zum Ziel, avancierte aktuelle Positionen der Film- und Medientheorie und der Medienphilosophie sowie der Medienreflexion in der Kunst- und Kulturwissenschaft und der philosophischen Ästhetik zur Darstellung zu bringen und damit einen Beitrag zur Erweiterung und Entwicklung des Feldes der Film- und Medienwissenschaft zu leisten,...

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    Die Reihe „Kracauer Lectures in Film and Media Theory“ setzt sich zum Ziel, avancierte aktuelle Positionen der Film- und Medientheorie und der Medienphilosophie sowie der Medienreflexion in der Kunst- und Kulturwissenschaft und der philosophischen Ästhetik zur Darstellung zu bringen und damit einen Beitrag zur Erweiterung und Entwicklung des Feldes der Film- und Medienwissenschaft zu leisten, der am schnellsten wachsenden geisteswissenschaftlichen Disziplin in Deutschland.

    Was und wie im Kino wahrgenommen wird, zeitigt nicht bloß epistemische, sondern auch die Erfahrung betreffende Effekte. Und die tief beunruhigenden Wechselwirkungen zwischen dem, was den Filmbildern geschieht und dem, was den Menschen geschieht, hat insbesondere im Nachgang der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs Erschütterungen hervorgerufen, die auch Siegfried Kracauer untersuchte, etwa im Zuge seines Testfilms, der allerdings nie über den Status des Projekts hinausgelangte.

    Gilles Deleuze hat drei Phasen des Nachdenkens über Kino unterschieden, diejenige, die ihr Interesse auf das richtete, was auf dem Bild und hinter ihm zu sehen ist, diejenige, die den Status des Bildes selbst zu erkunden antrat und erörterte, ob der Blick dem standhalten konnte, was er sah. Die dritte Phase fragt ihm zufolge: Wie kann man sich in das Bild einfügen, in es hineinschlüpfen? – Das Nachdenken über Kinogefüge versucht, über die Verkettung von Ursache und Wirkung, von Film und Zuschauer*in hinausgehend ein konstitutives Zusammenspiel ebenso heterogener wie autonomer Ausdrucksformen und Körperregimes in wechselseitiger metastabiler Dynamik zu unterstellen. Ein Kinogefüge affirmiert die Transformierbarkeit und Durchlässigkeit, wie sie auch für die heutige audiovisuelle Medienlandschaft prägend sind. Die Frage, der sich der Vortrag hierbei widmet, lautet: Sind Kinogefüge, die entsprechend jene institutionellen und medialen Rahmungen, die sie ermöglichen, immer fliehen, ein guter Ort für care?

    Dienstag 15.02.2022, 18 Uhr
    Brigitta Kuster (Humboldt-Universität zu Berlin), Zwischen Sorge, Reparatur und Heilen: Kinogefüge
    Vortrag in deutscher Sprache.

    Brigitta Kuster ist Kulturproduzentin und Kulturwissenschaftlerin. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind das dritte, militante, akzentuierte oder kleine Kino sowie das Desiderat neuer radikaler postkinematografischer Gefüge sowie biometrische Grenz- und Identifikationstechnologien an der EU-Außengrenze. Sie arbeitet als Juniorprofessorin für Kulturwissenschaftliche Filmforschung und Gender an der Humboldt-Universität zu Berlin.


    Wichtige Informationen zur Teilnahme: Die Lectures finden in einem Hybrid-Format statt mit Vortrag vor Ort und Zoom-Broadcast. Die Zoom-Einladung bekommen Interessenten durch diese Mail-Adresse: fairfax@tfm.uni-frankfurt.de


    Informationen gibt es auch auf der Website. Außerdem wird es dort nach der Veranstaltung auch einen Mitschnitt geben.

    Einmal hin, einmal her: Chytilovás Kino am Ende des Sozialismus

    Wir schreiben das Jahr 1988, die qualvolle Endphase des realen Sozialismus in der westböhmischen Provinz. Eine neurotische Kamera verfolgt Arbeit und Freizeit dreier Männer im spärlichen Schnee des Kurorts Karlsbad. Es stellt sich die Frage: ”Was kann man in diesem korrupten Dschungel sonst tun, als es miteinander zu treiben?” 
    Chytilová...

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    Wir schreiben das Jahr 1988, die qualvolle Endphase des realen Sozialismus in der westböhmischen Provinz. Eine neurotische Kamera verfolgt Arbeit und Freizeit dreier Männer im spärlichen Schnee des Kurorts Karlsbad. Es stellt sich die Frage: ”Was kann man in diesem korrupten Dschungel sonst tun, als es miteinander zu treiben?” 

    Chytilová liefert eine Satire ihrer Gesellschaft der Achtziger, die sich unmerklich von einer Komödie in eine Tragödie verwandelt, mit dramatischen Elementen arbeitend. Bewirkt die Katastrophe eine Reinigung oder bleibt es beim Jammern und Schaudern? 

    Die Tragikomödie kreist um eine Gruppe von Mitdreißigern, die sich von Party zu Party und diversen sexuellen Abenteuern bewegen, bis einer der Freunde AIDS-positiv diagnostiziert wird.  Als eine der ersten Regisseurinnen Osteuropas realisierte Věra Chytilová damit einenFilm über das damalige Tabuthema der AIDS-Erkrankung.

    Das Ende des Films soll damals wie eine Bombe eingeschlagen haben; der Film wurde sowohl auf das Moskauer Filmfestival als auch in den Oscar-Wettbewerb geschickt. 

    Natascha Drubek-Meyer lehrt Filmwissenschaft und Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie ist Chefredakteurin der open access-Zeitschrift Apparatus (www.apparatusjournal.net), die sich Film und Medienkulturen in Zentral- und Osteuropa widmet.


    VORSTELLUNG: Do. 17.02.2022, ab 20:15 Uhr | ORT: Kino im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 4160596 Frankfurt am Main

    Film: KOPYTEM SEM, KOPYTEM TAMTainted Horseplay
    CSSR 1988, RVěra Chytilová.
    D: Tomás Hanák, Milan Steindler, Tereza Kucerová. 137 min. 35mm. OmU